Washington DC...Part 2 on the Road Trip

Dienstag, 15.05.2012

Über gigantische Highway Turnpikes haben wieder das Mariott Wardman Park Hotel in der Vorstadt von Washington DC erreicht. Let's go Washington Die riesige Hotelanlage mit vielen Konferrenzräumen lässt die Wichtigkeit der Stadt erahnen. Mit der Metro, die 60 Meter im Untergrund verläuft, ging es mit einer 4-minütigen Fahrt nach Downtown Washington DC. Ein kleinen Spaziergang durch die Grünanlage und schon war das Weiße Haus in aller Pracht zu sehen. Der erste Eindruck war: „Oh das ist sehr klein“. Das soll aber auch die Bürgernähe symbolisieren. Gleichzeitig gab es eine Versammlung der Enforcements, was nur ein Beispiel unzähliger offizieller Veranstaltungen, Reden oder Massenansammlungen in Washington darstellt. Wenn die Fahne des Weißen Hauses gehisst ist, heißt es: „the president is in da house“. Im offiziellen Giftshop des Weißen Hauses, haben wir dann die klassischen Bilder, wie die von Obama, Kennedy oder Clinton nachgestellt. The White House

Konsti ist natürlich auch da

Die Eindringlinge

Bei nach sehr eindrucksvoll

Wie die alten Bekannten

Peace für den Weltfrieden

Immer recht freundlich bitte!

Weiter ging es dann zum 170 Meter hohem, obeliskartrigen Washington Monument, der das Zentrum zwischen der Achse des Weißen Hauses und des Jefferson Memorials sowie der National Mall bildet. Bei dem Rundgang durch die Hauptstadt von Amerika fiel uns auf, dass die meisten Gebäude sehr unamerikansich aussehen. Normalerweise verwenden die Amerikaner viel Stahl, Glas und Beton. Aber hier in Washington mit der großen Ansammlung der wichtigsten Gebäude eines Landes, sieht man ansprechende und komplexe Architektur, die mit viel Säulen, Feinheiten und weißem Granit gebaut wurde.

Washington Monument

Die Touris sind auch da

Am nächsten Morgen haben wir mit einer kleinen Shoppingtour in Adam Morgans und Georgetown, die ihre Tradition aus dem 18. und 19. Jahrhundert behalten haben, begonnen. Dannach verschlug es uns zum Old Post Office, wo man die beste Sicht über die Stadt hatte und alle Sehenswürdigkeiten und Monumente betrachten konnte.

Old Post Office Die Aussicht

Beim Internationalen Spy Museum gab es einige interessante Techniken zu beobachten, bevor wir  dann zur Union Station liefen. Diese stellte die ehemalige Anbindung zu allen anderen Metropolen dar, weswegen das Gebäude sehr beeindruckend und groß war und welches ein Kino, eine Shoppingmall und gute Restaurants beinhaltet. Dort konnten wir auch wieder Zeuge der unglaublich leckeren Dessertkreationen Amerikas werden. Eine Schale mit frisch gebackenen Cookie toupiert mit Whipped Cream und leicht schmelzenden Vanilleeis und ein Hauch von Schokoladensauce stand im Vergleich zur Oreo Brownie Bowl. Abschließend ließen wir unseren Washington Besuch am Capitol ausklingen, wärend es langsam dunkel wurde. Wir hatten das imponierende Kuppelgebäude, in dem der Senat haust, fast für uns allein. Diese sagenhafte Atmosphäre wurde mit dem Entspannen vor dem Reflecting Pool untermalt und man realisierte diese einmaligen Momente auf dieser atemberaubenden Reise.

The Capitol

Capitol im Reflecting Pool

Nun geht es weiter nach Philadelphia und Atlantic City.

Bye Pfeiffer- Start of the Road Trip in Virginia Beach

Dienstag, 15.05.2012

Die letzten Tage an der Universität waren voller Abschied und dem Chaos Herr werden. Mein Leben der letzten 9 Monate musste eingepackt werden. Dabei kamen immer wieder Gedanken an den Abschied von einer tollen Zeit in den USA. Mit den Teamkameraden, Coaches, allen Studenten und auch den Professoren und Präsidenten haben wir die Erlebnisse nochmals in Erinnerung gerufen. Mit jedem Einzelnen verbindet man spannende und lustige Geschichten. Während einiger Abschiedsumarmungen, haben viele noch ein paar Grüße auf meinem Pfeiffer-Erinnerungsshirt hinterlassen. Doch wir haben schon ausgemacht, dass wir uns gegenseitig besuchen und der gemeinsame Ausflug zum Oktoberfest ist schon geplant. Wer mit den Amerikanern mit auf das Oktoberfest möchte, meldet sich, könnte lustig werden.

Am vorletzten Tag stand nochmal ein Besuch bei der Cheesecake Factory an. Brianna, die vielleicht im September in Berlin sein wird, hatte mich nämlich zum Flughafen gefahren. Der Brownie-Sunday-Cheesecake war wieder ein wahrer Genuss für den Gaumen. Am Flughafen wurde ich dann abgegeben und ich habe das Auto von der Mietstation abgeholt. Es war ein schwarzer Lincoln, der uns 3000km an der Ostküste der USA transportieren sollte. Es war aber mehr als nur transportieren, da das Fahrgefühl zum Cruisen perfekt war. Außerdem stellt sich das Fernlicht in passenden Situationen automatisch ein und aus. Das Auto hat noch viele weitere technische Spielereien zu bieten. Außerdem zieht der Sportgang für gewisse Situationen auch. Während ich am Flughafen wartete, lernte ich Management wie ein Manager im Lincoln.

Nach einiger Zeit war es soweit. Clara kam die Rolltreppe hinunter und das Warten hatte ein Ende. Als der Koffer mit den vier Rollen im großen Kofferraum verschwunden war, ging es ein letztes Mal zurück zur Universität. Dort angekommen, fanden sich nach und nach, viele meiner Freunde in unserem Apartement ein, um die zweite deutsche Person kennenzulernen. Am nächsten Tag, gab es das letzte Omlette und den letzten Chicken-Ceasar-Wrap. Nach viel Zeit und Anstrengung waren wir bereit für unseren Road Trip.

New Hall...mein Dorm

Stokes Center

Der letzte Student

Die Chapel

Bye Q

Der letzte Gang auf der Brücke

Gym of Champions

Unsere Titel

Nach einer fünfstündigen Fahrt erreichten wir unsere erste Station des Road Trips, Virgina Beach.

Auf nach Virginia Beach

Auf der Fahrt erlitten wir jedoch unseren ersten Schock. Wir fuhren wie alle anderen, was natürlich keine Ausrede ist, ein wenig zu schnell und auf einmal sahen wir auf der rechten Straßenseite ein Cop, der sich in Bewegung setzte. Mit voller Beleutchung fuhr er uns hinterher und kam immer näher. Cop im AnmarschUnsere Herzen rasten in der Unahnung was uns nun bevorstand. Doch zum Glück zog der Cop das weiße Auto direkt hinter uns raus und wir waren so glücklich, dass wir weiterfahren durften. Vor der Tour hatte ich mir vorgenommen, dass ich nicht rausgezogen werden will, da das mit über $200 eine kostspielige Aufregung ist. Somit haben wir schnell die Einstellung mit dem Tempomat gesucht und dann fuhr das Auto fast allein. Autopilot Nachdem wir im Doubletree Hotel sicher angekommen sind, haben wir uns schnell im Raum eingerichtet, weil wir ja den Strand entdecken wollten. Leider ist uns ein kleiner touristischer Fehler unterlaufen und wir sind in die falsche Richtung gegangen, was uns in ein Gebiet ohne Fußweg im Dunklen verschlagen hat. Daraus haben wir gelernt, dass wir immer auf sicheren Wegen bleiben und wissen sollten was uns umgibt, somit wollten wir in Zukunft das Kartenmaterial besser studieren. Schnell liefen wir zurück in die Richtung des Strandes mit einer frischen Brise Meer in der Nase. Auffällig war auch, dass jede fünf Minuten zwei oder drei Kampfjets über Virginia Beach kreisten. Das lag wohl daran, dass sich Norfolk, eine riesen US Military Base ca. 3 Meilen entfernt befindet und das war wohl auch der Grund weswegen hier so viele Bars sind.

Der nächste Morgen war der erste Tag seit langem, wo ich mal wirklich ausschlafen konnte. Danach begaben wir uns mit einem sportlichen Lauf zum Strand, wo wir uns gesonnt und das Wasser als zu kalt zum Baden empfunden haben. Virginia Beach

Doch zu kalt

Freiheit...

Am Boardwalk entlang gab es leckere Eisläden, Resturants und Läden mit viel Krims Krams, wo ich natürlich als Erinnerung auch etwas kaufen musste. Virginia Beach wird als eine der größten Beach Regionen der Ostküste ausgeschrieben, doch wie in den meisten amerikanischen Städten ist es relativ einfach strukturiert und somit freuten wir uns schon langsam auf unsere nächsten Ziele. Der Abend wurde aber noch für einen Ausflug zum kurzen Shoppen genutzt. Dann sahen wir uns zum Abschluss mit einer New York Fudge Chocolate Icecream eine Monstertruck Show am Strand an. Spannend zu beobachten war, wie die riesigen motorisierten Blechmaschinen über Sandhügel und die gelben Highschoolbusse flogen.

Der Gefrässige

Ready to go

  Gas geben

Abheben

Am nächsten Morgen ging es mit leichtem Sonnenbrand und dem Auto vier Stunden nach Washington DC.

Say Good Bye as a CHAMPION

Mittwoch, 09.05.2012

Seit meinem letzten Eintrag ist schon ein wenig Zeit vergangen, aber es ist auch viel passiert. Der Tag des Finales war ganz besonders. Alle Teammates haben unseren schwarzen Trainingsanzug getragen, der wie ein All Star Outfit aussieht. Jeder Student hat uns Glück und Erfolgt gewünscht. In der Zeitung war ein riesen Artikel, die Professoren kamen und auch der Präsident hatte sich angekündigt. Es war also Zeit, etwas Großes zu leisten. Wir haben das ganze Jahr hart gearbeitet. Wenn es im Kraftraum kaum mehr ging, habe ich mir gesagt, quäle dich DU S**. . . für den Titel. Im Unterricht gab es kaum ein anderes Gesprächsthema. Dann ging es ein letztes Mal vom Dinner zur Merner Gym, die von einem stillen Örtchen in ein Tollhaus verwandelt werden sollte. Ein letztes Mal die knall gelben Mizuno Schuhe anziehen, die Finger tapen, das Trikot Nummer 1 auf den ersten Stuhl legen, die Gegner kritisch beobachten, mit dem Coach die Analyse durchgehen, mit den Jungs herumjoken, mit Lance dehnen, einschlagen, heiß werden indem wir zum Song „Good Feeling“ laut mitschreien, das letzte Mal meine Vorstellung hören, Number 1, 6‘6‘‘ Middle Hitter from Germany, Konstantin Weise, in Gedanken bei der US Hymne versinken und dann zum letzten Mal auf den Court mit dem Falcon laufen. Es war alles das letzte Mal, es sollte etwas Besonderes werden. Wir hatten uns mit dem Halbfinalsieg das letztmögliche Spiel erarbeitet und wollen die Saison krönend gegen den Champion aus Mount Olive, der zweimal in Folge gewonnen hatte, abschließen. Dort standen auch zwei Deutsche auf dem Court, deshlab war es supercool, dass Sebastian von Südafrika mit deutschen Wurzeln meine Flagge gehalten hat. Während des Spieles ist der Sohn meines Lieblingsprofessors mit meiner Flagge die Halle hoch und runter gerannt wenn es spektakulär wurde. Mit 648 Fans im Rücken, die teilweise Schwarz mit glodenem Glitter angemalt waren, haben wir sehr schnell ins Spiel gefunden. Aber dieser Abend sollte keine einfache Sache werden. In solchen wichtigen Spielen muss man erstmal die Emotionen in den Griff bekommen und wir haben dann wirklich konzentriert gespielt. Die Annahme stand, die Pistole, wie ich unseren Zuspieler nenne hat schnell geschossen und unsere Offensive hat wieder schnell funktioniert und geklickt, wie wir sagen. Die Momente, die ich nie vergessen werde waren am Ende des Spiels. Wir hatten die ersten beide Sätze mit 25:23 mit großen Kampf und Disziplin gewonnen. Im dritten Satz lagen wir schon 3 Punkte zurück. Beim Aufschlag haben dann alle zusammen eins gerufen: „Germany, Germany, Germany“ einfach ungeschreiblich. Dann kamen die letzten drei Punkte. Q unser kubanischabstammender Außen flog ein und hämmerte den Ball ein. Es flogten MVP, MVP – Sprichchöre. Dann ging Lance, mein super Roommate zum Aufschlag und ich war wieder drin für die beiden letzten Punkte. Ich machte mich bereit zum Blocken und dann geschah es. Ich ging hoch, versuchte meine Hände rüberzuschieben und dann blockte ich den Rückraumangriff, drehte mich um riss die Arme nach oben und Q hob mich noch höher und man konnte sein eigenes Wort nicht emhr verstehen. Doch ein letztes Mal mussten wir uns konzentrieren. Mit den schreienden und klattschenden Fanz im Rücken, ging es zum Block gegen Außen mit Micheal, unserem Senior und zusammen blockten wir diesen letzten Punkt. Alle rannten in die Mitte, sprungen, die Bank, die Fans, alle stürmten zusammen und wir schrienen: „Chaaaammmmmppppiiiiooonnnnsss“. Diesen Moment, ich werde ihn nie vergessen. Es fühlte sich auch ewig an, aber es waren doch nur fünf Sekunden. Danach bekamen wir dann unsere Conference Champion Shirts. Es war unfassbar, wir haben es wirklich geschafft. Keiner hatte es für möglichgehalten. Doch wir haben an uns geglaubt. Es klingt ein wenig wie im Film, aber so war es auch. Wir haben 18 neue Rekorde aufgestellt. Darunter waren auch meine Blocks gesamt und Assist Blocks. Wir haben den Player of the Year mit Q, den Coach of the Year und auch den MVP der Finals mit Calab aus Kalifornien gestellt. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich mal in einer amerikanischen Statistik auftauche, aber ich bin in der ganzen Nation auf Platz 23 für Blocks pro Satz. Es war eine Saison, die nicht so schnell vergessen wird, weil auch die Athletik Direktorin meinte, die seit 1980 an der Universität ist, dass unser Titelgewinn in der eigenen Halle mit so vielen Fans und der elektrisierenden Atmosphäre das bisher beste sportliche Event war, was sie hier gesehen hat.

Die Fans sind bereit

Ich war auch immer bereit

Um mit dem Team jeden Punkt zu feiern

Championshipblock zum Sieg

Championship Endstand

Das Team ist bereit für den Pokal

the painted ladies

Coach and me...what a duo

Da ist das DING

Bald darauf folgten unsere individuellen Gespräche und wir sprachen nochmals, wie toll die Saison war, doch musste ich Coach Steve auch mitteilen, dass es wohl meine erste und letzte Saison war. Sein Gesicht würde ich als überrascht und traurig beschreiben. Doch meinte er, ich solle diese Chance nutzen und wir werden in Kontakt bleiben. Er meinte dann zu mir, nun könne ich auch als Coach Platz nehmen und mit Entscheidungen treffen. Doch als das Gespräch zu Ende war und ich alleine von der Gym über die Brücke zu meinem Raum gegangen bin, kamen mir auch gleich Gedanken, die mich ein wenig traurig gemacht haben. Dieses Jahr habe ich mir im Traum nicht so fantasisch vorgestellt. Es war ein Risiko in ein anderes Land zu gehen, dort zu leben und zu studieren. Doch dieses Risiko wurde mit wurderbaren Erfahrungen belohnt. Meine englische Sprache ist viel besser geworden, sowohl mündlich als auch schriftlich. Die Gedanken an erste Begegnungen sind immer noch sehr lustig. Ich sagte oft: „ Of Course“ und am ersten Tag bei den Trainern sollte ich dann von Rocky IV auch sagen: „ I must brrrreeaakk you“. Gestern erst habe ich mein großes Englisch Writing Projekt über 8 Seiten zurückbekommen, welches ich komplett selbstständig erarbeitet habe. Es ist ein A geworden, besser als die meisten Ergebnisse von den Amerikanern. Auch im Organizational Change Kurs, der ein Kurs für das letzte Studiumsjahr war, habe ich ein A bekommen. Der Professor wird diesen Sommer 8 Wochen in Mainz lehren und hat mir viele wichtige und lehrreiche Business – und Lebensweisheiten auf den Weg gegeben. Ich kann es kaum glauben, das Jahr ist fast vorbei. Die Zeit flog einfach von dem Tag an, wo ich in das Flugzeug gestiegen bin. Ich habe erkannt das Business genau das richtige Studium für mich ist. Mich haben hier alle sehr freundlich aufgenommen und ich hatte viel Spaß mit meinen neuen Freunden. Wir wollen uns auch alle beim Oktoberfest in München wiedersehen. Wir sind zusammen von New York bis Florida gereist. Außerdem habe ich die Sonne Kaliforniens spüren können und die amerikanische Lebensweise miterleben dürfen. Pfeiffer University war eine richtige Entscheidung. Mein letzter Tag an der Universität ist der 10.Mai. Ich habe hier vielen Leuten zu danken. Doch möchte ich auch Euch, jedem der mir hier die Kraft gegeben hat diese Zeit zu genießen DANKEN. Es war mir so wichtig zu hören, wie es euch hinter dem Teich geht. Am 9.Mai kommt Clara und wir werden reisen. Darauf freue ich mich schon sehr. Unsere Reise geht über, Virginia Beach zum Realxen, Washington DC um Obama mal ein paar Tipps zu geben, Philadephila, Atlantic City als Ersatz zu Las Vegas, nach Harrisburg um meinem Roommate Lance zu besuchen, nach Toronto und zu den Niagara Fällen, weil die auf der kanadischen Seite schöner sein sollen und dann geht es zurück nach New York, wo alles began. Am 28.Mai werden wir dann wieder in Deutschland landen. Es ist schade das nun alles zu Ende ist, aber ich weiß wie toll es war und ich freue mich auch riesig auf Deutschalnd.

Finale - Heute 1 Uhr nachts mit Livestream

Mittwoch, 18.04.2012

Wie man daraus schon schließen kann, wir haben unser Halbfinale gewonnen und sind in der Historie zum ersten Mal im Finale der Conference Carolinas. Es war ein hartes Stück Arbeit. Am Abend zuvor war ich schon ein wenig traurig, weil es ins Ungewisse ging. Es könnte das letzte Spiel gewesen sein. Doch mit zwei soliden Sätzen haben wir eine 2:0 Führung wie in den beiden vorherigen Spielen gegen Lees McRae gehabt. Dann haben ihre starken Flatteraufschläge uns einige Probleme bereitet und leider haben wir den dritten Satz verloren. Man hat auf dem Feld ein wenig Unsicherheit gespürt, nicht alle hatten den Sieg im Sinn, so wurden wir von den lautstarken Fans wieder angetrieben und haben dann noch recht komfortabel den letzten und vierten Satz nach Hause gefahren. Die Freude war riesig, aber es gab dann auch gleich eine klare Ansprache, weil unser Weg noch nicht vorbei ist.

Heute steigt das große Finale. Es ist Mount Olive geworden, die Champions aus den beiden vergangenen Jahren. Wir wollen ihre Serie brechen, doch ist ein dritter Sieg in Folge schwer. Wir haben bei Ihnen kämpferisch 3:2 gewonnen und einer unserer besten Leistungen hier in Misenheimer zu einem 3:0 Erfolg ummünzen können. Es geht auch gegen zwei Deutsche, aus Schwerin und Friedrichshafen.

Wenn ihr nicht schlafen könnt oder viel Interesse habt, hier der Link

(Kurz anmelden und 5 Minuten vor Spielbeginn sollte der Stream starten)

http://gofalconsports.com/schedule.asp?sportID=26

Gestern war dann das letzte Training, das letzte Mal mit den Jungs auf den Erfolg hinarbeiten. Das letzte Mal, dass mein Roommate Lance und ich die Wasserflaschen mit Eis und Wasser füllen, das letzte Mal eine Teamsitzung mit Scoutingreport und Videoanalyse, das letzte Mal alles für die Falcons geben.

Morgen zählt es dann alles zu geben, es kann alles passieren, doch nur wer bereit ist zu verlieren kann auch gewinnen.

Der fokussierte, etwas traurige, motivierte, gespannte Konsti

First Ever Regular Season Champion

Sonntag, 15.04.2012

Seit einer Woche sind wir nun zum ersten mal Champions. Es ist ein großartiges Gefühl, da man sich diesen Verlauf im Traum nicht vorstellen konnte. Doch wie kam es dazu. Nach Turnieren in New York, Missouri und Florida sind wir in unsere Ligaphase zurückgekehrt und haben die Rückspiele gegen die fünf Teams unserer Confernece bestritten. Es ging mit einigen herben Rückschlägen los.

Gegen Limestone, unserem Rivalen, starteten wir mit 3 neuen Spielern. Aus verletzungstechischen Gründen konnte Q, unser Kracher, auf der Außenposition nicht spielen und außerdem wurde unserer Diagonalangreiffer suspendiert. Wie gesagt, es ist hier sehr strikt um die Erlaubnis zum Spielen zu bekommen. Man braucht gute Noten, darf keine Unsinn bauen und muss zum Unterricht gehen und darf kein Training verpassen, sonst ist man sehr schnell aus dem Team. So haben wir unsere erste Niederlage in der Conference einstecken müssen. 0:3 hieß es am Ende und speziell ich ging mit hängendem Kopf vom Feld, da ich die beiden letzten Fehler im Spiel gemacht habe. Normalerweise kann ich das Vertraunen der Mannschaft umsetzen und die wichtigen Punkte am Ende des Spieles gewinnen, aber diesmal gind es direkt in den Block.

Dann war wieder klar, wir und speziell ich müssen wieder härter arbeiten. Gegen King College, die eine supercoole Halle haben reichte es zu einem knappen 3:2 Sieg. Dann kamen die Meister mit zwei Deutschen Spielern aus Mount Olive und dieses Standortmatch gingen wir sehr diszipliniert an. Am Ende meinten unserer Zuspieler aus Florida und der Außen von Kalifornien, dass es wohl mein bestes Spiel war und der Trainer wolle das immer so sehen, ich soll dominieren, wie er meint.In weniger als einer Stunde Spielzeit erreichten wir ein klares 3:0. Gegen Lees McRae ist eine 2:0 Führung nochmal ins Schwanken geraten und der Assistenzcoach meinte: „ Eine Championshipmannschaft muss kein Satz drehen!“ So sind wir aufs Feld gegangen und haben sie mit einer 3:1 Niederlage nach Hause geschickt. Letzten Mittwoch war dann Seniornight von Micheal. Ich nenne ihn McLovin, hat sein Abschiedsspiel bei einem erfolgreichen 3:0 Sieg gegeben. Somit geht einer, der wirklich ein typischer Collegeboy ist.

Das war unser Weg zur Regular Season Championship, die Erste die Pfeiffer University im Männer Volleyball erhält. Somit haben wir hier schon Geschichte geschrieben und das hätte auch keiner erwartet, aber wir haben hart gearbeitet und an uns geglaubt. Somit sind wir für das Turnier an Nummer 1 gesetzt und hätten für alle Spiele Heimrecht. Heute, 15.April um 15 Uhr Ortszeit steht dann das Halbfinale gegen Lees McRae an, die wir zweimal 3:1 geschlagen haben. Wenn jemand Interesse hat uns in unserem vielleicht letzten Spiel zuzuschauen einfach dem Link folgen

21 Uhr Deutscher Zeit geht es los...

http://gofalconsports.com/schedule.asp?sportID=26

Auf Video klicken und dann muss man sich dort kurz kostenlos registrieren und dann könnt ihr hoffentlich Topvolleyball genießen.Bei uns in der Merner GYM gibt es free Pizza, aber ihr seid ja leider nciht da.

Dieses Team hat 6 Spieler in den beiden All Conference Teams, die von den Trainern ausgewählt wird. Unser Coach war sehr sauer, weil andere Trainer unsere Leistung nicht schätzen und wir nur 4 Spieler in den ersten drei Teams haben. Er konnte nicht verstehen, warum nicht eine Mittelposition von uns vertreten war. Deshlab meinte er zu mir nocheinmal, ich muss die Spiele dominieren. Ich sage mir, sie sollen wissen, dass die Coaches falsch gevotet haben und das beweisen wir als Team indem wir die nächsten zwei Spiele zur nächsten Championship gewinnen. Denoch ist Q Co – Player of the Year, was super ist, aber Co heißt es gibt einen zweiten, was auch diese Auszeichnung etwas verringtert.

Jetzt heißt es gleich wieder: „Let’s go FALCONS, let’s go!“

Liebe Grüße also nach Deutschland

Der motivierte Konsti...

Mississippi, Spring Break in Myrtle Beach und Florida

Freitag, 30.03.2012

Nach nur drei Tagen am Campus ging es dann wieder früh morgens 5:30 Uhr mit einem Coach America Bus Richtung Limestone, einem anderen College aus unserer Conference. Der SChlafbus mit W Lan und TV an Board

Gemeinsam fuhren wir 14 Stunden quer durch zwei Bundesstaaten nach Missouri um dort wieder drei Spiele zu absolvieren. Weil die Fahrt so lang dauert, hatten wir einen Schlafbus mit W-Lan, TV und Strom im ganzen Bus. Erst sieht der Bus recht normal aus, aber man kann aus den Sitzen zwei übereinanderliegende Flächen machen, wo man recht gut schlafen kann. Die Sitzlehne wird nach oben gekippt, die Sitzfläche aufgeklappt und das rollende Bett ist bereit. Zeit zum Liegen wenn andere arbeiten...

Als wir endlich unser Hotel erreichten, waren wir trotz des ganzen Liegens recht müde und haben unsere angelieferte Pizza genossen. Nächsten Morgen stand ein wenig Sight Seeing auf dem Programm. So sind wir direkt zum Mississippi gefahren wo der „The Gateway Arch“ stand, ein 150 Meter hoher Bogen, der das Tor zum Mittleren Westen symbolisiert. Nach frischen Pancakes aus der Hotel-Maschine und mit einem frischen Starbucks war das dann schon ein gelungener Morgen. The Arch...Das Tor zum Mittleren Westen Der Mississippi Wie der gute alte RockyMit einem lockeren Training und der folgenden Teambesprechung im Hotel lief die Vorbereitung auf das Freitagabendspiel an. Persönlich habe ich gut gespielt und wir haben 3:1 gewonnen. Dennoch sollte es am nächsten Tag schwerer werden. Wir spielten gegen Teams aus der NAIA, die Studenten zulässt, die schon professionel gespielt haben. Zudem waren es die beiden Finalisten des letzten Jahres.

Lindenwood University Das ist mal eine ordentliche Dreifelderhalle

Das Spiel gegen California Baptist, kurz Cal Bap, war wirklich sehr deprimierend für mich. Es war das erste Mal, das ein Spieler konstant über meinen Block schlagen konnte und fast alles von mir heruntergeblockt hat. Gespielt habe ich gegen eine schwarze Mitte, die 6‘11‘‘ war, das heißt er war so circa 2,10 Meter und hat wirklich mit einem lang Arm geschlagen. Am Ende hieß es dann 3:0 für Cal Bap und unsere Serie von 11 Siegen in Folge war gebrochen. Nach einer kurzen Pause ging es dann gegen Lindenwood, den letztjährigen Gewinner. Im Spiel war einfach der Unterschied in der Ballannahme und im besseren Aufschlag. Auf der Rücktour hatten wir viel Zeit zum Nachdenken, da wir diesmal 20 Stunden für die Fahrt gebraucht haben. Die Busfahrerin hatte die Benzinanzeige aus den Augen verloren und so standen wir 4 Stunden auf dem Highway, aber ich habe sowieso geschlafen. Zum Frühstück hatten wir dann Dunkin Donuts bekommen, gleich 6 pro Person, weil wir ja satt werden müssen.

Das Frühstück auf der 20 Stunden Bustour

Wir mussten wieder an unserer Offensive arbeiten, die muss wieder klicken. Außerdem war der Block der Gegner besser und so versuche ich nun noch aggressiver die Hände über das Netz zu schieben und bei den Spielen in der Woche darauf hatte der Block wieder besser funktioniert. Nach einer 2:0 Führung haben wir dann leider noch in 5 Sätzen gegen Saint Francis einer der Division-I-Schools verloren. Zwei Tage später gelang es aber die Niederlagenserie wieder zu brechen indem wir 3:0 siegten. Diese Zeit war sehr intensiv und die Erholungsphasen sehr kurz. Man hat dann auch schon mal einen Tag dabei, wo die Beine sehr schwer sind, aber so baut man auch weitere Kräfte für das große Ziel der Championship auf. Aber es war wirklich Zeit für eine Pause.

Auch in der Universität lag eine intensive Zeit mit vielen Hausarbeiten und Tests hinter mir. Durch intensives Lernen konnte ich sogar im 400 Level Kurs, also einem für das letzte Semester, 146 Punkte von 150 erreichen und habe dort ein A bekommen. Meine Midterm-Ergebnisse waren wirklich gut und somit waren wir bereit für eine Pause. Es stand Spring Break vor der Tür.

Mit neun Jungs sind wir dann nach Myrtle Beach gefahren, weil wir von Freitag bis Montag frei bekommen haben. Wir sollten uns erholen und deshalb ging es auch gleich zum Strand. Der Strand zur Erholung Myrtle Beach I Myrtle Beach IIBei schönem Sonnenschein war es durch den Wind ein wenig kühl und trotzdem hatten wir dort unseren Spaß. Ein wenig gebräunt ging es in die Wellen und wurde Football am Strand gespielt und dort konnte man wieder sehen, dass ich nicht in den USA aufgewachsen bin. In der Stadt gab es dann eine lange Strandstraße mit allem möglichen lustigen Kram. Blake, unserer großer Mittelblocker, hat sich ein Tyson Tattoo, wie bei Hang Over, machen lassen und die Reaktionen darauf  waren sehr lustig anzusehen. Beim Essen in der Magaritha Islang gab es dann auch noch riesige Elefantenohren für Micheal unseren Senior, der dieses Jahr mit dem Studium fertig wird. Micheal der Elefant CJ, das LiebesrotkäpchenDann wurde ein wenig eingekauft, weil wir ja Hunger und Durst hatten. Am Abend haben sich die kleinen Jungs alle fein gemacht, weil wir ja nicht wussten was uns erwartet. Im Hotel lief schon gute Musik und wir waren schon voller Energy. Die Jungs... Dann sind wir 5 Minuten gelaufen um zur Partyarea zu kommen. Dort gab es mehrere Clubs und wir konnten uns erst nicht entscheiden. Wir waren in einem Club mit drei Dancefloors. Es war echt voll und ein guter Start. Am nächsten Morgen am Strand waren wir uns dann einig, dass es es cool war, aber mehr als eine gute Party war es auch nicht. An den nächsten Tagen war Erholung angesagt und abends Party. Es erinnerte ein wenig an Abifahrt. Die Partyarea war in einem Gelände angesiedelt, wo es auch viele Shops, Restaurants und touristische Einrichtungen gab. Auf Shoppingtour Am Ende waren wir uns sicher, dass Senior Frog der beste Club war, das ist eine echt coole Erinnerung, die  wir wohl nicht so schnell vergessen werden. Der neue Tyson... Zum letzten Mal am Strand...Doch muss ich auch sagen, dass der schöne Trip durch wenige Momente mit einem getrübten Nebengeschmack verbunden ist, aber man lernt ja immer dazu. Jimmy der Kolumbianer war in Panabeach, Florida, weil dort wärmeres Wetter war, war es wohl mehr der Spring Break, den all in Gedanken haben aus Filmen und Berichten.

Dennoch war unser Spring Break nicht vorbei. Nach einem Tag gemeinsamen Training zurück an der Uni ging es dann mit einem 12 er Kader Richtung Florida. Zuerst haben wir ein Highschoolteam beim Spiel zugeschaut, unser Zuspieler und unsere Mitte spielten dort. In der ersten Nacht bekamen wir bed and food bei David zu Hause. Dort haben wir wieder gemerkt, wie gut es bei Mama schmeckt, also genießt es wenn ihr nicht mal 7000 km entfernt seid. Am Strand habe ich dann versucht mal über den Ozean zu schauen, aber ich habe euch in Deutschland leider nicht gesehen. Kurz vor Deutschland...nur 6500km Alle haben ihren SpaßNach einem kurzen Training ging es quer durch Florida bis in die Nähe der Universität von Lake Wales. Die Uni war sehr sonnig gelegen und es war echt heiß und nun konnte ich verstehen, warum unsere Florida Boys immer ihre Shirts ausziehen. Universität in Florida...Warner Unter den PalmenAn dieser Uni spielt auch ein Deutscher, den von meinem alten Rivalen TSC Berlin kenne. Da war ich mal wieder sehr motiviert und wir haben insgesamt 3 von 4 Spielen gewonnen. Am Abend ging es zum Baseballspiel nach Orlando, ins Wide World of Sports Center. Die Amerikanische Kultur kam wieder völlig zum Vorschein. Das Spiel hat lange gedauert, aber es war spannend einen neuen Sport wirklich zu verstehen. Außerdem sind auch lustige Personen unterwegs gewesen. Kyle, Q, Hangover Boy, Lance und Ich BaseballBald ging es schon wieder zurück und wie immer war die Pause zu kurz.

Die folgende Woche verging wie im Flug, an der Uni gab es wieder viel zu tun und nach drei Wochen sind wir wieder ins Krafttraining eingestiegen, so hatten alle Muskelkater und wir haben in der Woche unsere erste Conference-Niederlage gegen Limestone einstecken müssen. Am Freitag gab es dann ein zerfahrenes Spiel und ich wurde das zweite Mal in der Saison ausgewechselt. Das motivierte mich wieder und Sonntag gab es ein Training, was Mut gemacht hat, weil wir ein wenig an Leistung, Spielfreude und Spielwitz eingebüsst hatten. So gilt es sich wieder zu steigern, denn das Saisonende kommt näher.

 

Liebe Grüße aus dem sommerlichen Misenheimer und in 2 Monaten bin ich schon wieder zurück

 

Konstantin

10 Siege in Folge und die Arbeit dahinter

Montag, 05.03.2012

Nun ist es mal wieder so weit für einen neuen Bericht.

Einige Zeit ist vergangen seit dem letzen Bericht. Wir standen kurz vor dem Spiel gegen den amtierenden Champ unserer Conference aus Mount Olive. Dort spielen zwei Deutsche in dem Kader von 24 Mann. Deren Ziele waren hoch gesteckt und trotzdem kamen bisher nur knapp 10 Spieler in den bisherigen 8 Spielen zum Einsatz. So sollte man jede Minute auf dem Feld schätzen und bestmöglich nutzen. In deren Scoutingbericht habe ich gehört, dass ich der einzige Spieler war, der 6 von 6 Sternen bekommen hat und so eine gewisse Fokussierung auf mir lag. Das habe ich auch im Spiel gemerkt, dort kam ich nicht wie sonst zur Wirkung. Die ersten beiden Sätze haben wir verloren, bis wir dann die Scheu vor dem Champ abgelegt haben und unser schnelles Spiel aufgezogen haben. Nach zwei erfolgreichen Sätzen stand dann der Tie-Break an. Mit einem weiteren Super-Start hatten wir auf Grund von Fehlentscheidungen doch hart zu kämpfen, bis die Sensation perfekt war.

Die beiden nächsten Spiele standen innerhalb einer Woche an und wir haben dort gegen King und Limestone gegen zwei weitere Konkurrenten mit jeweils 3:1 gewonnen und das bei Heimspielen, die immer besser gefüllt sind. Beim Rivalenspiel gegen Limestone hatte ich dann neben den Germany-Rufen auch ein Plakat das sagt...Konstantly Winning...was schon echt cool war. Die Community am College ist schon echt Wahnsinn, wirklich ein ganz anderes Leben.

Zu diesem Leben gehört aber auch das Studium, welches dieses Semester stark an Umfang zugenommen hat. Derzeit belege ich teilweise Kurse für das Abschlussjahr, dem Seniorlevel, die im schriftlichen Umfang einiges fordern. So war diese Woche zum Beispiel superbusy, weil ich 3 Papers mit insgesamt 15 Seiten fertig bekommen muss. Das Anstrengende dabei ist, dass wenn man es einmal fertig geschrieben hat, man noch ewig korrigieren muss, weil meine Sprache halt noch nicht perfekt ist. Jedenfalls nicht so, dass ich die guten Noten im Vorbeigehen bekomme. Dabei habe ich dann noch 2 Quiz geschrieben, die ja in die Endjahresnote mit einfließen, was ich gut finde, da dann nicht so viel Druck am Ende entsteht und man immer im Stoff bleibt. Das große 7 Seiten Paper über Change und wie ich damit umgehe haben wir letztlich wiederbekommen. Dort habe ich 91 von 100 Punkten was ein A bedeutet und wichtig ist, da es 20% der Endnote sind. Der Professor meinte, dass der Inhalt und die Grammatik gut seien. Generell ist es kein Problem mehr Seiten in Englisch zu schreiben, für die bessere Grammatik verbrachte ich aber 3 Stunden im Writing Lab, wo einem einige hilfreiche Tipps gegeben werden. Der Professor hat mir auch keinen internationalen Bonus gegeben und teilte mir mit, dass ich den Flow noch verbessern müsse. Das wäre auch ein wichtiges Kriterium für ein Masterstudium, wie er anmerkte. So kommt dem Begriff Student – Athlete eine große Bedeutung zu, da man mit diesen beiden Bereichen wirklich gut ausgelastet ist.

Am Wochenende stand dann ein 5 Stunden Trip an, wo viele Eltern zu Besuch waren, da wir in Virginia waren, wo viele meiner Teamkameraden beheimatet sind. Vor den Spielen mussten wir aber erstmal das Schlafproblem lösen. Wir hatten 4 Spieler und 2 recht kleine Doppelbetten, so haben zwei von uns auf dem Boden geschlafen. Nichts desto trotz haben wir am Samstag 2 klare Siege einfahren können. Das Trainingspensum ist hoch, wir trainieren täglich mit viel Einsatz und Energie, meist sehr spielnah, was auf die Dauer sehr zermürbend ist. Zusätzlich haben wir ja noch Krafttraining und ich möchte für das große Saisonziel fit sein, so sind diese Tage mit sehr schweren Beinen verbunden, da praktisch alle 12 Stunden Sport ansteht.

In der Woche hatten wir dann unser letztes Conference Spiel gegen Lees McRae.  Deren schöner Campus befindet sich in den Bergen aber leider im Nirgendwo. Nach guten Aktionen gegen deren starken Block haben wir dann die Hinrunde mit 5 Siegen und 0 Niederlagen beendet. Was heißt das für uns? Wir führen momentan die Conference an und sind schon fast sicher für das Championsturnier qualifiziert. Niemand hätte das von uns erwartet und alle sind richtig gut drauf und durch den Erfolg nimmt man auch die harte Arbeit in den Trainingshallen gerne auf sich. Aber wie ich den Jungs immer sage, das hat noch nicht viel zu sagen. Am Ende möchte ich einen Championsring, so wie Dirk Nowitzki, am Finger haben. Ich habe aber keine Zeit, 13 Jahre zu warten. Der Coach hat mir auch mitgeteilt, dass ich für die Jungs eine Leitfigur bin, da ich schon mehr Erfahrung habe. So pushe ich die immer, wenn es nicht so gut läuft oder bring die wieder zur Ruhe wenn wir mega gut spielen, aber das Spiel noch lange nicht gewonnen ist. Es ist wirklich ein Super Team, was uns wahrscheinlich von den anderen Teams unterscheidet, die auch viel Potenzial haben.

Manchmal hat man aber auch genug von Volleyball und Studium und man versucht einfach mal etwas anderes zu machen. So war es ein wunderschöner Mittwoch, wo wir bei 23 Grad in der Sonne lagen und einfach mal die Wolken ziehen lassen konnten. Außerdem war ich zu einem Geburtstag in der Mall und nach dem Geburtstagsshoppen ging es dann überraschend gut italienisch essen und noch ins Kino. Das war auch die Nacht bevor wir 5 Uhr morgens am Samstag nach New York gefahren sind. Mit einem guten Gefühl waren wir unterwegs, da unser Team einige Einzelauszeichnungen bekommen hat, was aber als Teamleistung angesehen wird. So wurde Q Player of the Week, gefolgt von David unserem Zuspieler. Wir versuchen weiter die besten Spieler unserer Conference zu stellen. Unglaublich und eigentlich nicht zu begreifen, aber ich bin Nummer 14 in den ganzen USA für Blocks pro Satz. Wie gesagt es ist eine schöne Momentaufnahme, aber wir müssen weiter hart arbeiten. Nach einer 10 Stunden Fahrt kamen wir dann am Campus von NJIT an. In der Mannschaft spielen auch zwei Deutsche und einer ist ein alt bekannter aus erfolgreichen Zeiten. Mit Chrissi von den SCC Juniors haben wir in 2007 die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Nun spielen wir in Amerika gegeneinander. Den ersten Satz haben wir ohne Elan verloren. Dann haben wir aber zum Pfeiffer-Volleyball zurück gefunden und erfolgreich agiert, deshalb dann 3:1 gewonnen. Dann meinten unsere Gegner, dass wir wirklich eine sehr schnelle Offensive haben. Und es ist wahr, wir versuchen jeden Ball noch möglichst schnell zu spielen und kommunizieren viel, was wir seit dem ersten Tag trainiert haben. Im Hotel gab es dann frische Pizza direkt ins Hotel geliefert während wir den Slam Dunk Contest der Basketball Stars sahen. Wir waren auch verdammt gut drauf, nach dem wir NJIT geschlagen haben.  Dann wollten wir, wie die Teams in Filmen, noch irgendwie nach Manhattan fahren und unseren Spaß haben. Aber wir waren so müde und mussten wieder um 6 Uhr aufstehen. Dann fuhren wir zu einem College  direkt in Manhattan, vorbei an der Freiheitsstatue, dem Empire State Building und all den anderen Attraktionen. Wir gingen dann 3 Stockwerke hinunter, wo dann unsere zwei Spiele waren, die wir relativ souverän gewannen. Dabei habe ich dann schon den Muskelkater in meinen Beinen gespürt und meine Schultern fühlten sich nur noch wie Knochen an. Dort haben aber auch die Teams von berühmten MIT gespielt. Zurück im Bus haben wir dann erstmal zwei Stunden geschlafen und unsere Körper nahmen jeweils eine ganze Reihe ein, so wurde aus dem Gang ein Hürdenlauf. Der Bus hat aber Wlan und Steckdosen, so dass man recht viel erledigen kann.

Diese Woche wird wieder eine kurze Woche, da wir Donnerstagmorgen schon wieder eine 14 Stunden Fahrt vor uns haben und gegen Teams spielen, die unter den 15 der Nation stehen. Hoffentlich zahlt sich unsere harte Arbeit weiterhin aus und wir bleiben weiterhin ungeschlagen.

 

Liebe Grüße ins Heimatland

Ein erfolgreicher Start in die Volleyballsaison

Montag, 06.02.2012

Ein erfolgreicher Start in die Volleyballsaison

Das erste offizielle Volleyballspiel in den USA ist Geschichte. Es war eine Niederlage. Zum Glück nur im Ergebnis, den wir haben sehr gut gespielt. Zu Besuch in unserer Heimhalle, Merner Gym, war das Team Ball State, das in der ersten Division spielt. Wir sind schon ein großes Team, aber die Gegner hatten eine Durchschnittsgröße von ca. 2 Metern.

Bei der Nationalhyme, die vor jedem Sportevent gespielt wird, wurde mir bewusst dass nun das dritte Kapitel meiner Reise in die USA so richtig beginnt. Ein Ziel für dieses Jahr war, die Sprache zu lernen. Da habe ich sicherlich 65% erreicht, weil es bis zur Perfektion noch ein langer Weg ist. Beim Studium komme ich überraschend gut klar. Nun spielt endlich Volleyball eine große Rolle.

Unsere Trainingsleistungen waren zu erkennen, wir hatten ein hohes Energielevel auf dem Feld, auch die Kommunikation war sehr gut. Außerdem stand die Annahme mit Caleb unserem Kalifornierer und Q, der ein wenig kubanische Wurzeln hat. Q hat sich letztens auch ein Shirt gekauft, HIGHER THAN OTHERS und es ist auch atemberaubend wie hoch er springt und die Bälle versenkt. Q in Aktion,,ICh beim Durch die ausführliche Statistik kann ich Euch auch sagen, das Q und ich zusammen 3 Blocks hatten. Es hat bei denen auch mal durch meinen Angriff im 3 Meterraum geknallt, aber am Ende hat es nicht gereicht. Wir haben mit knappen Sätzen 0:3 verloren. Aber alle waren begeistert und der Trainer von Ball State meinte, dass er nicht nochmal gegen uns spielen möchte, wenn wir in der Saison so richtig stark werden.

Mein BLOCK

„The German“ hat auch spezielle Anfeuerung bekommen. Manche rufen „Das Boom“, „Guten Tag“ oder dann haben die auch noch bei Google andere Sätze übersetzt und in das Spiel von den gut gefüllten Tribünen gerufen. Das motiviert  wirklich und besonders wenn man beim Aufschlag ist versteht man alles. So habe ich dann auch mal 3 Aufschläge hintereiander mit einem Ass in eine der besten Annahmeformationen der USA unsere Liga gefeuert. Am Abend bei Basketballspiel wollten dann soagr die kleinen Kids ein Foto und ein Autogramm, das war schon echt süß.

Jedoch ging der Alltag wieder los und Hausaufgaben standen vor der Tür. Am Mittwoch hatten wir dann das erste Auswärtsspiel. Danach war ich wirklich kaputt. Ich kann wirklich sagen, dass Krafttraining, Training am Dienstag und dann Spiel am Mittwoch wirklich anstrengend sind. Das Spiel gegen Barton auswärts ist schnell erzählt. Die Universität ist das erste Jahr bei Men’s Volleyball dabei und somit hatten wir einen leichten Erfolg, bei weniger qualitativem Spiel. Am Donnerstag hatten wir dann endlich einen Tag frei. Es gab ein wenig individuelles Training und Tennis, was wirklich Spaß macht, weil die Sonne bei 20 Grad schien. Ich wünschte ich könnte ein wenig Wärme nach Deutschland schicken.

Samstag war dann eine schwere Aufgabe dran. Die Unimannschaft von KING reiste an. Letztes Jahr haben sie nur im Finale verloren. Das ist ein sogenanntes erstes Statementmatch. Ich war erst nicht so wach und das Erwärmen verlief nicht so gut wie sonst. Deren Mittelblocker, der so hoch springt, hatte fast über mich geschlagen. Es war also Zeit loszulegen. Und nachdem ich den ersten Schuss versenkt habe, lief es echt gut. Im ersten Satz hatte ich 6 Kills und der Trainer meinte: „ This was your best rotation!“ Die Annahme stand perfekt und die Verbindung zum Zuspieler war genial. So meinten andere Spieler nach dem zweiten Satz. „Was ist hier los, verdammt die haben sich einfach verbessert.“ Am Ende stand es 3:0 und der erste Heimsieg war eingefahren. Die Stimmung im Team ist zurzeit sehr gut, wenn auch bisher nicht viel gewechselt wurde, trotz der 19 Spieler im Kader.

SIEG!!!

Nächstes Teamevent ist erst mal der Super Bowl, wo ja auch ein Deutscher dabei ist. Am Super Bowl Sonntag sind wir erstmal in die Shopping Mall gefahren und haben ein selbstkreiertes Eis gegessen und ich habe mir ein neues Handycase gekauft,weil wir ja bald mehr unterwegs sind. Am Abend haben wir uns bei Ghandi eingefunden, wo einige Pizzakartons bestellt wurden und das Spiel war echt spannend und unterhaltsam. Wir hatten nämlich Fans beider Teams im Raum, außerdem waren die Werbungen, die ca. zwei Millionen für 30 Sekunden kosten, sehr unterhaltsam und auch das German Engineering war durch das verehrte Volkswagen vertreten.

Morgen geht es dann zum Champion vom letzten jahr, Mount Olive, wo auch zwei Deutsche spielen. Mal sehen was so geht.

Deutschland und Beginn des Spring Semester und erster Gameday

Samstag, 28.01.2012

Nun folgen noch ein paar Informationen damit ich euch langsam wieder auf dem aktuellen Stand bringe. Der Flug von New York zurück nach Deutschland war mit 7 Stunden wirklich kurz und da hatte ich nicht mal richtig Zeit, um zu schlafen. So habe ich die Zeitumstellung nicht so schnell wie sonst verkraftet. Aber ich habe mich riesig gefreut als mein Vater mich direkt mit deutscher Pünktlichkeit, gibt es nicht oft in den USA, abgeholt hat. Für eine kleine Mittagspause fuhren wir zu meiner Mutter und die Freude über meine Rückehr wurde mit einer kleinen Überraschung noch auf die Spitze getrieben. Ich habe einen orginal New York Cheesecake von der Carnegie Hall mit nach Deutschland gebracht. Man sah ihm die Reisestrapazen jedoch mehr an als mir.
Es war wirklich wieder schön zu Hause zu sein und die deutschen  Vorzüge zu genießen und vor allem die wichtigen Menschen in seiner Nähe zu haben. Es war wundervoll alle wiederzusehen, aber wie mir leider schon vorher klar war, die Zeit war nicht genug. Trotzdem habe ich viele Freunde gesehen und alle waren bereit ein wenig Spaß zu haben.
Doch standen auch anstrengende Dinge auf dem Plan. Um wirklich bereit für die Saison zu sein, trainierte ich jeden zweiten Tag im Kraftraum und dann ging es noch zum guten alten BVV, wo auch zwei Siege eingefahren werden konnten. An dieser Stelle noch ein Dankeschön, das der (Fast)-German trotz der leckeren Currywursttour ein wenig an Volleyballerfahrung dazu sammeln konnte. Außerdem habe ich noch an ein paar Tests für das Duale Studium teilgenommen. Am Tag meiner Ankunft habe ich zum Beispiel gleich mal drei Stunden bei der GASAG gesessen, aber da war ich recht müde und habe später auch eine Absage bekommen...dafür liefen einige andere umso besser.
Sehr schön war auch Weihnachten mit der Familie. Beim Weihnachtsgottesdienst berührte mich der Spruch: „Weihnachten ist immer ähnlich, aber als Mensch verändert man sich!“ Und dies hat mich ein wenig in Gedanken schweifen lassen und ich habe festgestellt, ich habe wirklich sehr viel dazugelernt und viele schöne Dinge gesehen. Silvester war dann wieder sehr international. Zum einen kamen einige aus Amerika und Australien, andere kamen sogar aus Senftenberg. Es war wirklich cool anzusehen, wie ein Australier sich über Feuerwerk freut, da man in Down Under wohl nicht selber zündeln darf.
Danach vergingen die Tage sehr schnell und der Abflug rückte schon wieder so nah, was auch wieder Abschied bedeutete. Danke für die Freude, die Ihr mir bereitet habt. Jedoch freute ich mich auch schon wieder auf das zweite Semester, da endlich die Volleyballsaison vor der Tür stand und ich auch hoffentlich recht interessante Kurse gewählt habe. Nach fünf Stunden Umsteigen am Flughafen JFK in New York  ging es mit einer kleinen wackligen Maschine zurück nach Charlotte. Am Flughafen empfingen mich dann auch gleich drei meiner Teammates und wir hatten eine lustige Rückfahrt obwohl ich fast 20 Stunden unterwegs war.
Am nächsten Tag ging dann gleich das Training los. Wir knüpften an den Punkten an, die zu verbessern waren und arbeiteten vor allem an unserer Kommunikation, Energie, Bereitschaft alles zu geben und dass wir einfach zueinander finden. Viel wurde in Wettkampfform gearbeitet, jedoch mussten die Annahmespieler auch mal 30 Minuten dem Hagel der manchmal sehr harten Aufschläge standhalten. Hoffentlich zahlt sich das aus. Auf meiner Position habe ich die USA als Nummer 1 verlassen, da ich aber einen Tag Trainingsrückstand hatte, fand ich mich an der vierten Stelle wieder. Nach zwei Tagen vieler Sprünge war ich jedoch wieder Mittelblocker Nummer 1. Nummer 1 ist auch gleichzeitig meine Trikotnummer geworden. Das schwere ist ja nicht die Nummer 1 zu werden, sondern das auch zu halten. Hoffentlich reicht mein Einsatz und Ehrgeiz dafür aus. Wir werden jedoch auch viele Spiele haben, ca. zwei pro Woche, da braucht man auch eine starke Bank. Mit 19 Spielern im Kader haben wir das aber. Da der offizielle Universitätsbetrieb noch nicht gestartet war (inklusive Mensaversorgung), bekamen wir die Versorgung von den Coaches mit Subway, KFC oder Pizza all you can eat. Aber für zweimal Training am Tag muss man ja auch gerüstet sein.
Am 18.Januar fing dann auch die Uni wieder an und ich freute mich auf meine Kurse. Für das zweite Semester habe ich meine Priorität auf Business gelegt, da mich das wirklich interessiert und ich dafür so viel lerne und lese wie in meinem Leben noch nicht. In Principle of Managment organisieren wir uns erst selbst, bevor man Entscheidungen für viele andere Personen treffen kann. Noch ist der Kurs nicht so spannend, aber die weitern Kapitel sind vielversprechend. Weiter geht es mit Personel Finance, welcher mir wirklich helfen kann, gerüstet in die Zukunft zu gehen. Der Professor von Orgazitional Change wird nächstes Jahr in Mainz unterrichten und gestaltet den Kurs sehr individuell und realitätsorientiert. Dies ist bei einem Kurs von 8 Leuten auch angebracht. Dieser Kurs ist eigentlich für den Studienabschluss oder den Masterbereich angesiedet, aber ich möchte mal sehen, ob ich damit auch klar kommen würde. Diese Fächer habe ich montags, mittwochs und freitags. Am Dienstag und Donnerstag steht Microeconomics mit dem 70 jährigen Professor an, der über 30-mal in Europa war. Außerdem ist dann noch English Writing II auf dem Plan, wo wirklich lange Projekte geschrieben werden müssen. Mal sehen wie ich das händeln kann. Jeden Tag beginne ich auch um 8 Uhr, aber das ist ja kein Problem, weil Business sowieso immer früh startet.
An den beiden Tagen gehe ich dann auch in den Kraftraum und im Anschluss zum Tenniskurs, der echt spaßig ist. Wie man erkennt, treibe ich an den Tagen viel Sport. Am Nachmittag oder Abend haben wir dann noch zwei Stunden Training am Ball. Dort springen wir sehr viel, aber ich denke ich bin in sehr guter körperlicher Verfassung und hin und wieder kracht es beim Gegner auch. Diese Intensität ist aber bisher gut zu verkraften. Zum Glück war ich in Deutschland immer schön im Kraftraum, ja manchmal muss man sich auch selbst loben ;)
Heute haben wir das große Spiel zur Saisoneröffnung gegen BALL STATE. Das wird auch im Internet live Übertragen. Deutscher Zeit soll das 19:30 starten.
Link zu den Spielen und zum LIVESTREAM
Auf der Seite sind all unsere Spiele gelistet. Zum verfolgen des Livestreams müsstet Ihr auf VIDEO klicken und dann muss man sich kostenlos und schnell bei America One registrieren. 10 Minuten vor Spielbeginn sollte das möglich sein. Also kommt ihr pünktlich wenn wir vorgestellt werden und die amerikanische Nationalhymne gespielt wird.
Ball State ist einer der großen Division One Schools. Die ist an Position 14 in ganz Amerika gesetzt und ein wirklich großes Kaliber. Eine Analyse hat uns einiges verraten und ich hoffe es wird ein spannendes Spiel, weil das Potenzial für eine Überraschung und die Gestaltung von einem spannenden Spiel haben wir. Hier eine kleine Einstimmung


Ball State is coming...

Das Spiel ist für dieses Jahr wohl eines der Highlights. Einige Eltern sind auch extra dafür nach Misenheimer geflogen und ihre Jungs beim ersten Collegespiel zu sehen. Einige waren auch schon nervös. Aber ich werde als alter Hase für die kleinen Amerikaner da sein, obwohl das ja auch mein erstes Volleyballspiel auf amerikanischen Boden ist und zudem auch npch im Internet übertragen wird, wo wir sogar den BRV Volleys voraus sind.


Viel Spaß beim Spiel und drückt mir die Daumen
. . . DANKE . . .

Das Ende des ersten Semesters in den USA und New York bevor es zurück in die Heimat ging

Mittwoch, 25.01.2012

Zwei Wochen vergingen zwischen dem Besuch meiner Eltern und der Rückkehr nach Deutschland. Das war auch die Zeit zwischen zwei Aufenthalten in New York. Über Thanks Giving war ich mit meinen Eltern knapp eine Woche in der Weltmetrople. Nun werde ich noch ein letztes Mal einen dreitägigen Stop - over machen bevor es zurück in die Heimat geht. Es waren die letzten beiden Wochen Uni von meinem ersten Semester. So plante ich eigentlich, dass ich relativ viel Lernen sollte, weil meine ersten Prüfungen ins Haus standen. Aber glücklicherweise kamen noch spaßige Dinge dazu. Da ich Black Friday, der Tag in wo es in allen Geschäften verdammt gute Angebote gibt, eine Play Station gekauft habe, wurde natürlich ein wenig gezockt. Während dessen hatte ich viel für English Writing I zu tun. Es war der innere Wille, der auch in diesem Kurs ein A wollte, damit ich es meiner alten Englischlehrerin zeigen konnte, dass ich nicht so schlecht war. Dort sollte ein Research Paper angefertigt werden und die Professorin hat sehr spezielle Anforderungen. Am Ende hat sich die harte Arbeit von mehren Stunden glücklicherweise ausgezahlt und in dem Projekt habe ich ein A- bekommen und so die die Bestnote bekommen.
Am Wochenende stand dann ein wenig Party auf dem Plan, weil wir uns ja dann für einen Monat nicht sehen. Das sollte eine lange Zeit werden, da uns schon die 4 Tage beim Besuch meiner Eltern wie eine Ewigkeit vorkamen. Nichts desto trotz musste hart gelernt werden. Für ein wenig Abwechslung sorgte der neue Projektor und somit hatten wir dann ein 3 Meter HD Bild in unserm Appartement. Die Nachbarn haben noch ein Soundsystem vorbeigebracht, so das unsere kleine Filmvorschau für eine Party gehalten wurde und wir fast in Schwierigkeiten kamen.

Die letzten Studientage brachten dann noch neue Erkenntnisse. Wir erfuhren nicht nur die Themen unserer Prüfungen, wir lernten auch noch eine neue Partylocation kennen. So ging es zum Abschluss des Semester zu einer Off-Campus Party. Das Soccerhouse war brechend voll um den bevorstehenden Abschied gebührend zu zelebrieren. Man kann sich das auch wirklich wie im Film vorstellen, wo dann alle mit ihren überfüllten Autos ankommen, ein paar tanzen, die Musik durchs ganze Haus dröhnt und die populären roten Cups in den Händen gehalten werden. Eigentlich wollte ich auch wirklich am freien Studientag lernen, aber ich war leider sehr krank geworden und alles hat weh getan, so habe fast den ganzen Tag geschlafen. Zum Glück fingen die Prüfungen recht einfach an. Erst war mein Literaturkurs dran. Weiter ging es dann am Samstag mit Journey und Englisch Writing I. Bisher waren dir Prüfungen nicht lang und wenn man gelernt hat, so wie ich ;) auch nicht so schwer. Da ich jedoch durch die Krankheit hinter meinem Plan lag, musste ich neben den Prüfungen viel Zeit in den Büchern verbringen. Nebenbei musste ich ja auch noch meine ganzen Sachen zusammenpacken, da ich nach der letzten Prüfung schnell nach New York wollte. Am Samstag war dann alles verstaut und ich war bereit für die letzte Prüfung in Macroeconomics, wo gleich 5 Leute gleichzeitig neben mir sitzen wollten, wahrscheinlich weil ich bisher immer das beste Ergebnis hatte.
Dann stand der Abschied für einen Monat an. Wir einigten uns darauf, das wir stärker und schneller zurück kommen, so muss ich wohl in Deutschland auch trainieren. Bei schönsten Sonnenuntergang ging es über die Highways mit einem der besten Milchshakes in der Hand Richtung Flughafen. Ich war all meinen Kommilitonen für die nette Aufnahme in ihrem Land sehr dankbar und freute mich aber wieder mal nach Deutschland zu kommen.

Ready for travelling
Das letzte mal stand New York City an. Unglaublich, ich war gleich dreimal in dieser wahnsinnigen Stadt. Dieses Mal war meine Taxifahrt nicht so verrückt, sonst ist das Fahren wie russisch Roulette. Angekommen richtete ich mein kleines und modernes Zimmer im Pod Hotel ein. Es musste sich ein wenig wärmer angezogen werden, aber dann ging es los um mal einen New Yorker Club zu besuchen, es war nämlich Samstagabend. Mein Ziel war ein sechsstöckiges Gebäude und es hatte auch gleich vier verschiedene Eingänge, um die VIPs ihren gewissen Standard zu gewährleisten. Der Eintritt war mit 40$ auch recht exklusiv. Im Club war auch der Melting Pot und die unterschiedlichen Schichten zu erkennen. Alle verschiedenen Menschen tanzten, einige wohlhabender, andere einfacher, alle Kulturen und der amerikanische Tanzstil war nicht zu übersehen. Es war schon mal Wert, einmal Manhattan zu durchqueren um das Feeling aufzunehmen.
Am nächsten Morgen begann es mit einem typisch amerikanischen Frühstück, Ei mit Bacon und einem englischen Muffin. Dann nahm ich die Bahn Richtung Süden, SoHo war mein Ziel. Es ist das angesagte Viertel mit vielen kreativen Läden gemischt mit den weltbekannten Marken. Für das Prenzauler Berg Feeling mit mehr Stil sorgen die vielen Künstler und Leute, die dort wirklich Einfluss haben und das Zentrum der amerikanischen Modewelt bilden. Aus diesem Grund siedeln sich auch viele Prominente in dieser Gegend an, weshalb die Mieten auch sofort in die Millionen stiegen. Andererseits ist die Armut nicht weit entfernt. Man merkt wirklich, dass hier das Geld den Unterschied macht und das ist auch das Mittel um die Gesellschaften aus der ganzen Welt zu trennen. Nichtsdestotrotz ist das Viertel mit den gusseisernen Häusern und den klassischen Feuertreppen einer meiner Lieblingsecken in NYC.
An SoHo schließt sich dann Chinatown an. Es begann harmlos mit dem originallen Kopiegeschäften und wurde dann aber immer überfüllter. Hier liegen Enten und alles essbare überall herum. Da ich Hunger hatte, dort aber nicht essen wollte, war Little Italy meine Rettung und die Pasta war wirklich gut und ein guter Ersatz, weil ich dieses Jahr wohl kein Ski fahren werde.
Durch ein überfülltes Kaufhaus trieb es mich zurück Richtung Times Square, wo natürlich auch ein paar Menschen waren. Menschenscheu darf man hier wirklich nicht sein. Jedoch waren nicht so viele wie sonst da und so war mein eigentliches Ziel der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center. Der war auch einfach bezaubernd. Bunte Lichter an jedem Zweig und weil er so weltbekannt ist, war es natürlich auch ein sehr begeehrtes Fotoobjekt.
Rockefeller Tree
Am nächsten Tag stand dann Christmas – Shopping in New York an. Man hört, dass einige Leute sogar nur deshalb nach New York fliegen. Aber ich muss sagen, so einfach ist das in der inoffiziellen Welthauptstadt auch nicht. Das liegt aber wohl eher daran, dass ich schwerer Geschenke kaufen kann. So kaufte ich mir unterwegs sehr viel für meinen persönlichen Bedarf, da die Auswahl wirklich riesig ist, wenn man weiß was man möchte. Aber die Shops sind ja zum größten Teil auch sehr einladend und verkaufsfreundlich gestaltet. Zur kleinen Pause ging es in die Grand Central Station, wo man den New Yorker Alltagsstress an sich vorbeiziehen lassen kann. Ich ging die Treppen hoch in den ersten Stock, da dort die Balkons zum Essen meines ausgezeichneten Bagels einluden. Völlig überraschend blendete mich ein Apfel. Da hat Apple einfach in die Grand Central Station einen offenen Laden eingebaut, wo die neusten Macs und I Phones verkauft werden. Beeindruckend war auch der Laden wo ich meinen Bagel gekauft hatte. Dort arbeiten 20 Leute Hand in Hand hinter einer 10 m langen Theke, die mit all erdenklichen Belägen ausgestattet ist. Auch deshalb warten dort die Amerikaner in einer Schlange von 40 Leuten.

Ess - a - Bagel

Und dabei dachte ich in den USA gilt „Zeit ist Geld“ mehr denn  je. Aber für gutes Essen nehmen sie sich sogar die New Yorker Zeit. Wie man merkt ist es schwer die Eindrücke aus dieser Stadt geordent, anschaulich und logisch zu präsentieren. Deshalb schön weiter die Vorstellungskraft spielen lassen. Nun aber zurück zum Christmasshoppen. Der weihnachtliche Schmuck ist nicht übermässig, jedoch gibt es einige Geschäfte nur für Weihnachtsartikel. Dort kann man sein ganzes Wohnzimmer samt geschmücktem Kamin mit Geschenken kaufen. Vom Baum ist oftmals nichts mehr zu sehen, da alles sehr prächtig und üppig geschmückt ist.

Weihnachtsschmuck

Nach weiteren 10 Stunden wurden die Einkäufe im Hotelzimmer abgelegt und ich habe mir eine kleine Pause gegönnt. Und so schlecht sind die Geschenke im Nachhinein nicht angekommen, so hat sich der Einsatz auch gelohnt. Der letzte Abend wurde mit meinem neuen Lieblingsgericht Spare Rips mit Sweetpotatofries in BBQ Sauce gebührend eingeläutet.

Spare Ribs...mmmmhhhhh yummy
Nun war es Zeit Abschied zu nehmen. Ich ging ein letztes Mal Richtung Times Square. Auf dem einem Ohr, Empire State of Mind vom I Pod, mit dem Anderen nahm ich das New Yorker Treiben war. Es sind tausende Leute unterwegs. Und ich dachte mir, nun gehen die ersten vier wunderbaren Monate zu Ende. Eine Zeit voller neuer Eindrücke, Erfahrungen und Momente die man nie vergisst. Ich war so dankbar, dass ich die Gelegenheit bekommen habe. Ich war auch ein wenig von mir selber überrascht, dass alles so gut lief. In der Sprache kann ich mich gut verständigen, in all meinen Kursen habe in ein A, also eine 1 bekommen, ich bin Nummer 1 bei den Mittelblockern, habe nicht zu viel zugenommen und bin gesund geblieben. So konnte ich nun zufrieden in den Flieger steigen und mich für die wunderbare Unterstützung aus meiner Heimat bedanken. Mit diesem Anblick verabschiedete sich New York und eine tolle Zeit lag hinter mir und wird kommen...

Skyline Manhatten

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.